Am Montagabend, dem 07. August 2017, bot sich Astronomiebegeisterten und Nachtschwärmern ein besonderes Naturschauspiel: Eine partielle Mondfinsternis war über Teilen Europas, Afrikas, Asiens und Australiens zu sehen.
In Deutschland und Mitteleuropa erforderte die Beobachtung allerdings etwas Geduld und gutes Timing. Als der Vollmond gegen 20:30 Uhr MESZ im Südosten aufging, war das Himmelsspektakel bereits im vollen Gange. Die maximale Verfinsterung – bei der knapp ein Viertel des Monddurchmessers im Kernschatten der Erde lag – war exakt um 20:20 Uhr erreicht und fand somit größtenteils noch unterhalb unseres Horizonts statt.
Erst als der Mond höher stieg und die Dämmerung langsam einsetzte, wurde der „angeknabberte“ Mondrand sichtbar. Wer freie Sicht nach Südosten und klares Wetter hatte, konnte miterleben, wie sich der Mond im Laufe des Abends langsam wieder aus dem Erdschatten herausbewegte. Gegen 21:18 Uhr verließ der Mond den dunklen Kernschatten vollständig, und bis etwa 22:50 Uhr verblasste schließlich auch der subtilere Halbschatten.
Wie entsteht eine partielle Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond entstehen, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer geraden Linie im Weltall ausgerichtet sind:
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Der Schatten der Erde: Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft zwei Schattenbereiche in den Weltraum: den dunklen Kernschatten (Umbra) und den äußeren, schwächeren Halbschatten (Penumbra).
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Der Ablauf einer partiellen Finsternis: Bei einer partiellen Finsternis wandert der Mond nicht vollständig durch den Kernschatten, sondern schneidet ihn nur am Rand. Ein Teil der Mondoberfläche taucht spürbar in den dunklen Kernschatten ein und wirkt wie „abgebissen“ oder stark verdunkelt. Der verbleibende Teil des Mondes befindet sich im Halbschatten, wo das Sonnenlicht nur leicht gedämpft wird.
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Warum gibt es nicht jeden Monat eine Finsternis? Die Bahn des Mondes um die Erde ist um etwa 5 Grad gegenüber der Erdbahn um die Sonne geneigt. Meistens zieht der Mond daher oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Nur wenn der Mond genau in den Schnittpunkten der beiden Bahnebenen (den sogenannten Mondknoten) steht, kommt es zu einer Finsternis.
Hier nun nachträglich ein paar Impressionen dieser sommerlichen Augustnacht. Viel Spaß beim Betrachten!
Mondfinsternis
Ich bin Michael, Fotograf und Blogger aus Ilsenburg (Harz) und Inhaber von #sensorpunkt.de
Ich fotografiere seit mehr als 50 Jahren leidenschaftlich gern. Meine Hauptmotive sind unsere schönen Landschaften, besonders hier im Harz.
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