Kurzer Ausflug …, zur Talsperre Mandelholz

Der Blick über die Talsperre Mandelholz im Abendlicht hat eine ganz eigene, beruhigende Magie. Wie sich das verbleibende Licht auf der spiegelglatten Wasserfläche bricht und die umgebenden dicht bewaldeten Harzhänge in dunstige, dunkle Silhouetten taucht, hält die Zeit für einen kurzen Moment an. Solche kleinen Fluchten aus dem Alltag sind es, die den Kopf wieder freimachen – und eine Erinnerung in Form eines Bildes hält dieses Gefühl fest, selbst wenn man längst wieder zu Hause ist.

Hintergrund & Wissenswertes zur Talsperre Mandelholz

  • Lage & Name: Die Talsperre Mandelholz (offiziell Hochwasserschutzbecken Mandelholz) liegt im Hochharz zwischen Elend und Königshof an der Kalten Bode. Der Ortsteil Mandelholz gehört zur Stadt Oberharz am Brocken.
  • Zweck: Sie dient in erster Linie dem Hochwasserschutz für das Bodedal und die flußabwärts gelegenen Orte sowie der Niedrigwasseraufhöhung. Anders als Talsperren wie die Rappbode-Talsperre ist sie kein Trinkwasserspeicher.
  • Bau & Geschichte: Der Staudamm wurde zwischen 1952 und 1957 erbaut. Schon im 18. Jahrhundert gab es an dieser Stelle den sogenannten Mandelholzer Damm zur Flößerei, der jedoch bei einem extremen Hochwasser im Jahr 1855 zerstört wurde.
  • Technische Daten:
    • Bauart: Erddamm mit einer Lehmkerndichtung.
    • Höhe: Ca. 28 Meter über dem Gründungssohle.
    • Kronenlänge: Rund 224 Meter.
    • Speicherraum: Bei Vollstau fasst das Becken rund 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser.
  • Natur & Umgebung: Das Areal um die Talsperre ist Teil des Naturparks Harz und ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen (u. a. entlang des Harzer Hexen-Stiegs). Eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel (HWN 41) befindet sich ganz in der Nähe an der Grönen Scheide.

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