Bahnhof Steinerne Renne

Es ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, als ich den Bahnhof Steinerne Renne besucht habe.

Immer wenn ich dort war, hatte ich das Gefühl, das dieser Bahnhof im Dornröschenschlaf verfallen war. Das Bahnhofsgebäude war vermüllt und unansehnlich. Auch bei Regen, wollte man der kleinen Wartehalle keinen Besuch abstatten.

Es gefühlt schon eine Ewigkeit her, dass ich den Bahnhof Steinerne Renne besucht habe. Schon damals schien der Ort in einen tiefen Dornröschenschlaf versunken zu sein: Das Empfangsgebäude wirkte vernachlässigt und zugemüllt, und selbst bei prasselndem Regen lud die kleine Wartehalle kaum zum Verweilen ein.

Was mag sich in der Zwischenzeit wohl verändert haben?

Bei feinstem Ausflugswetter und spürbaren sommerlichen Temperaturen bot sich heute die perfekte Gelegenheit für einen genaueren Blick. Das ernüchternde Fazit vorweg: Der Bahnhof schläft unverdrossen weiter. Ein wirklich trauriger Anblick – ist dieser Ort im Tal doch der ideale Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderer und Mountainbiker. Ein frischer Anstrich und gepflegte Bahnsteige würden Wunder wirken und die Atmosphäre im Nu aufwerten. Selbst die Bahngleise liegen noch größtenteils auf alten Holzschwellen – eine echte Überraschung, wo die Harzer Schmalspurbahnen zuletzt doch spürbar in ihr Streckennetz investiert haben.

Dabei könnte die Lage kaum besser sein: Der kleine Anstieg direkt am Bahnhof markiert den perfekten Start für eine Wanderung zum historischen Gasthaus Steinerne Renne. Wer hier links der Holtemme dem Flusslauf folgt, wählt meiner Meinung nach die mit Abstand reizvollere Route.

Schon kurz nach dem Auftakt am Wasserkraftwerk passiert man die Überreste des alten Granitwerks. Das historische Wasserkraftwerk selbst befindet sich heute im Besitz der Stadtwerke Wernigerode: Mit seinen zwei Turbinen erzeugt es nach wie vor grünen Strom. Tipp für Interessierte: Zu den gelegentlichen Tagen der offenen Tür lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen allemal.

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